Wanderurlaub in der Eifel (Osterferien 2014)

Balou erzählt: Nach der Lesenacht brauchte ich unbedingt mal Tapeten- und Körbchenwechsel, viel Ruhe und Natur. Frauchen, ihr Freund und ich buchten über die Internetseite „travel4dogs“ den Wanderurlaub mit Hund in der Eifel. Er heißt „Wildnistrail“ und führt in der Nähe der Rurtalsperre durch den Nationalpark Eifel.

Ich sag euch- wenn ich das gewusst hätte! Täglich wanderten die Zweibeiner zwischen 20 und 25 km. Da es im Wald so viele Bachläufe und Stöcke gab, verausgabte ich mich so richtig und rannte – natürlich immer in der Nähe meiner Zweibeiner- mit Stöcken den Abhang rauf und runter, durch den Bach, schwamm in der Talsperre, rannte, …und wanderte wie meine Zweibeiner auch dabei locker Höhenunterschiede von 200-300m „mal eben“, manchmal ganz schön steil.

Es war wunderbar: Der Frühling erwachte, ich wälzte mich am Rande einer Wiese mit wild wachsenden Narzissen, die Buchen zeigten ihr erstes Grün, wir entdeckten Höhlen, schmale Wege, einen „Schöpfungspfad“, Steine, Stöcke, tolle Wurzeln – eine Oase für meine Hundeseele!!!

Am Abend durfte ich noch mit ins Restaurant, danach wollte ich nur noch im Hotel  auf meiner Decke schlafen…. Von diesem schönen Urlaub träume ich noch heute oft, wenn ich zuhause in meinem Körbchen liege! Dann zucke ich mit den Pfoten (die Krallen sind nun ganz kurz gelaufen…), belle manchmal im Schlaf und mache Schwimmbewegungen…

Balou feiert seinen 5. Geburtstag

Am 07.03.2014 wurde Balou 5 Jahre alt, das sind in Menschenjahren 46 Jahre, denn das erste Hundejahr zählt 18 Menschenjahre, jedes weitere 7 Menschenjahre.

Balou hat inzwischen eine graue Schnauze bekommen und wird deshalb oft noch älter geschätzt. Therapiehunde altern schneller und gehen auch eher in Rente.. Das liegt u.a. daran, dass sie oft großen Belastungen wie laute Klassen, ständig wechselnde Gruppen und Kinder (dank der Inklusion auch wechselnden Schulen) ausgesetzt sind.

Am 10.03.2014 feierte die Klasse 3a im Vetretungsunterricht mit ihm seinen Geburtstag. Natürlich gab es eine extra Tüte Leckerchen von den Kindern.

SAM_4733

Im Deutschunterricht sollten die Kinder die Form des Briefeschreibens üben. Da lag es nahe, einen Balou einen Geburtstagsbrief zu schreiben:

Beim Schuleinsatz – Schuljahr 2013/14

Zum neuen Schuljahr greift die Inklusion weiter um sich. Frauchen muss noch Kinder mit Förderbedarf an einer anderen Grundschule in Oer-Erkenschwick betreuen. Da bleibt wenig Zeit für die von allen heiß geliebten Kleingruppentherapiestunden mit mir. Ich finde das auch nicht so toll, denn viele Kinder sind nun traurig, weil Frauchen keine Stunden mehr für die hundegestützte Einzeltherapie mit mir hat. Daher bin ich oft im Klassenverband der Klassen 1 und 3, wo der Lärmpegel bei 28 Kindern oft viel zu laut für meine empfindlichen Ohren ist. An manchen Tagen schlaf ich dann bei unseren lieben Sekretärin eine Runde in Ruhe.

Die Schulanfänger der Klasse 1c (darunter 4 Kinder mit Förderbedarf „Sprache“ und etliche Präventivkinder) sind schon ganz leise und arbeiten genauso auf Handzeichen wie ich. Da fühl ich mich sehr wohl und leg mich zu ihnen. Leider muss ich immer bis in den 3. Stock laufen, obwohl ich Treppen etwas unheimlich finde. Ich habe auch schon gelernt, dass ich Buchstaben nicht fressen darf, obwohl das geknetete  „A“ wie 3 kleine Würstchen aussieht…

IDie Kinder der Lese-Fördergruppe der Klasse 3a lesen mir zur Zeit aus dem Buch „Kleiner Hund mit großem Herzen“ vor. In der Geschichte geht es um einen Hirtenhund. Damit ich eine schöne Vorlesestunde habe, üben die Kinder zuhause ganz fleißig und lesen inzwischen schon fast flüssig! Während vier Kinder lesen, darf mich ein Kind immer kraulen. In der Stunde geht es mir gut. Falls alle mal am Tisch sitzen, brauch ich nur grummeln (leise knurren) und alle rufen „Armer Balou! Er möchte, dass wir zu ihm kommen und um ihn herum vorlesen!“ So macht man (Hund) das…. Seht selbst:

 In der Klasse 3a arbeiten die 28 Kinder (davon 4 Kinder mit Förderbedarf in den Bereichen Sprache, Sehen, Hören und Geistige Entwicklung) zur Zeit an einer „Kartoffelwerkstatt“. Beim Kartoffelstempeldruck kam Frauchen auf die Idee,  MICH stempeln zu lassen. Viele „Kartoffelhunde“ haben tatsächlich Ähnlichkeit mit mir. Ich musste eine Stunde ganz still als Modell liegen. Als ich mich einmal hinsetzte, wurden alle nervös, weil sie die Kontur ihres Hundes noch nicht abgeschaut hatten. Also legte ich mich wieder in meine Ausgangspositon zurück… Zum Schluss rollte ich mich erst mal auf die Rücken und streckte alle 4 Pfoten zur Entspannung in die Luft. Hundemodel-Sein ist ganz schön anstrengend…. Seht selbst:

Ein Mädchen der 3a hatte mich zu ihrem Geburtstag sogar als Luftballonhund gebastelt!…. Ist das nicht toll? Das Blaue ist Frauchen.